Arzthaftungsrecht

 

Bei jährlich millionenfachen Behandlungen, gleich ob stationär oder ambulant, treten Medizinschäden unweigerlich auf. Denn nicht alle Krankheiten können ärztlich beherrscht und erfolgreich behandelt werden; dazu ist der menschliche Organismus zu individuell und komplex. Selbst bei optimaler Therapie durch die besten Ärzte können unvorhersehbare, schwerwiegende Komplikationen auftreten.

Doch oftmals sind Schäden an der Gesundheit der Patienten auf Fehler des Krankenhauses, der Ärzte oder des Pflegepersonals zurückzuführen.

Dazu ein paar Zahlen:

„Die von unterschiedlichen Autoren publizierten Zahlen sind zusammenfassend wohl dahingehend zu interpretieren, dass mit 20.000 – 100.000 Haftpflichtansprüchen gegen Ärzte pro Jahr gerechnet werden muss“ (Ehlers in: Ehlers/Broglie, Arzthaftungsrecht).

Kojuncu (AZR 2007, 69 ff.) geht von etwa 40.000 Fällen aus, in denen Ärzte zivilgerichtlich in Anspruch genommen werden. Jedoch soll die Zahl der nicht bekannt werdenden Behandlungsfehler noch erheblich höher liegen, etwa bei 100.000 bis 400.000 (Schlund, A/ZusR 2006, 162 ff.). Das Aktionsbündnis Patientensicherheit schätzt die Zahl der Behandlungsfehler auf jährlich 875.000 bis 1,75 Millionen. Für 17.500 geschädigte Patienten soll die Behandlung tödlich enden (Lauterberg in: Focus 44/2010).

Ist ein solcher Behandlungsfehler passiert, kommt der Patient gegen das Krankenhaus und die hinter den Ärzten stehenden Haftpflichtversicherungen allein gar nicht an. Er benötigt einen kompetenten Partner an seiner Seite, der ausschließlich die Patienteninteressen vertritt.