Seminare / Fortbildungen / Vorträge im Arzthaftungsrecht, medizinischen Sozialrecht

Fachanwalt für Medizinrecht Jörg Holzmeier bietet über das Fortbildungsunternehmen ZORN Anwaltsseminare auch in 2018 zwei verschiedene Fortbildungsveranstaltungen an:

 

nächste Termine:  

"Medizinisch geprägtes Sozialrecht"

-> 09.11.18 in Frankfurt a. M.

-> 10.11.18 in Hannover                                      

 

"Gesetzliche Leistungen bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit"

-> 30.11.18 in Dortmund

-> 07.12.18 in Köln                                              

 

 

Themen im "medizinisch geprägten Sozialrecht":

 

Themen der "Gesetzlichen Leistungen bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit"

sind:

- Krankheit und Arbeitsunfähigkeit

- Aspekte der Heilbehandlung gem. SGB V

    Genehmigungsfiktion / Kostenerstattung / Unaufschiebbarkeit / Systemversagen /

    Seltenheitsfälle / einstweiliger Rechtsschutz

- Hilfsmittel

- häusliche Krankenpflege

- Pflegebedürftigkeit / Pflegestufen

 

Informationen und Anmeldungen

Interessierte können sich direkt an ZORN Seminare wenden

und sich unter www.zorn-seminare.de informieren.

 

 

Vorträge:

20./21.04.18 in Nürnberg

Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft MEDIZINRECHT des DAV,

Fachgruppe Arzthaftungsrecht:

Vortrag "BGH-Rechtsprechung zur Haftung der Durchgangsärzte"

 
Auf Einladung der Arbeitsgruppe "Arzthaftungsrecht" innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins referierte Rechtsanwalt Jörg Holzmeier den Teilnehmern die aktuelle "Rechtsprechung des BGH zur Haftung der Durchgangsärzte".

Anlass war eine deutliche Klarstellung der Haftung der Durchgangsärzte durch zwei Richtung weisende Entscheidungen des BGH aus November und Dezember 2016:

Durchgangsärzte werden von den Berufsgenossenschaften ernannt und behandeln die gesetzlich Versicherten nach Arbeits- und Wegeunfällen und bei Berufskrankheiten. Unterlaufen ihnen oder ihren Vertretern dabei Fehler, stellt sich die Frage danach, wer für die Gesundheitsschäden der Patienten haftet: die Durchgangsärzte selbst oder die hinter ihnen stehenden gesetzlichen Unfallversicherungsträger.

Der BGH hat mit seinen o. g. Urteilen klargestellt, dass eine einheitliche Betrachtung der durchgangsärztlichen Behandlung angezeigt ist und damit eine Abkehr von der Rechtsprechung der sogenannten  "doppelten Zielrichtung" einiger Obergerichte vorgegeben. Mit dieser "neuen" Rechtsprechung ist die Beurteilung der Passivlegitimation erheblich leichter geworden: richtige Beklagte im Haftungsrechtsstreit nach Fehlern in der durchgangsärztlichen Behandlung sind nunmehr in der Regel die Berufsgenossenschaften. Die Durchgangsärzte selbst haften grundsätzlich nur dann, wenn sie die Behandlung der gesetzlich Unfallversicherten selbst übernehmen und ihnen dabei Behandlungsfehler unterlaufen.